Freigeist (84) • Schleiermacher und wir • Hör-Kolumne von Helmut Fink

»Über die Religion: Reden an die Gebildeten unter ihren Verächtern« – so heißt das Werk des Theologen und Philosophen Friedrich Schleiermacher (1768–1834), in dem er ein romantisches und zugleich erstaunlich modernes Religionsverständnis skizziert. Geprägt von Toleranz und Pluralismus, stellt er eine »reine Religion« in den Mittelpunkt, die die Welt durch Emotion und eigene Anschauung erfahrbar macht. In der neuen Folge seiner Hör-Kolumne »Freigeist« ordnet Helmut Fink dieses Konzept aus Sicht des säkularen Humanismus kritisch ein. Sein Fazit: Während Schleiermachers Hang zu Pantheismus und Subjektivität Raum für Spekulation und Esoterik lässt, setzt der säkulare Humanismus auf wissenschaftlich erforschbare Erkenntnisse und rationale Kontrolle.

 

01.06.2026|

Aufgeklärt Staunen mit Frajo (14) • Warum soll es überhaupt Menschen geben? • Franz Josef Wetz

»Warum soll es überhaupt Menschen geben?« – diese Frage rührt an die Grundfesten unserer Existenz. Antike Denker sahen den Zweck unseres Daseins in der Betrachtung der Natur und christliche Philosophen glaubten, wir wären auf der Welt, um den Schöpfergott zu preisen. Im Lichte der Rationalität betrachtet, erweist sich der Mensch jedoch als flüchtige, entbehrliche Episode der Naturgeschichte. Und wäre es angesichts von unausweichlichem Leid und Sterben nicht besser, wenn überhaupt keine Menschen geboren würden? Und doch gibt es eine Perspektive der Lebensbejahung, die ganz ohne metaphysische Illusionen auskommt. In dieser Folge seines Podcasts zeigt der Philosoph Franz Josef Wetz, warum das Leben trotz seiner kosmischen Bedeutungslosigkeit dennoch für uns kostbar und wichtig ist.

01.03.2026|

Aufgeklärt Staunen mit Frajo (5) • Melancholie und Fallobst • Franz Josef Wetz

Schwermut und Trübsinn gehören zu den Grunderfahrungen des menschlichen Gemüts. Im Laufe der Kulturgeschichte hat die melancholische Stimmung ganz verschiedene Wertungen erfahren: Während sie in der Antike noch als Krankheit galt, betrachtete die klassische Theologie sie als eine Todsünde, und moderne Denker erkennen in der Melancholie eine Reaktion auf unsere Ohnmacht gegenüber der eigenen Vergänglichkeit. Was all das mit Fallobst zu tun hat, verrät der Philosoph Franz Josef Wetz in dieser Folge seines Podcasts.

01.09.2024|
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