Wissenschaft, Philosophie und Humanismus
Zweimal im Monat erscheint eine neue Folge des Kortizes-Podcasts, gestaltet von Jürgen Hübner.
Zu Monatsbeginn erscheinen im monatlichen Wechsel zwei Audioformate mit säkular-humanistischem und philosophischem Schwerpunkt: die Rubrik »Freigeist« von und mit Helmut Fink, Direktor der Akademie für säkularen Humanismus und Kortizes-Referent für Wissenschaft und Philosophie, und seit Anfang 2024 das Format »Aufgeklärt Staunen mit Frajo«, gestaltet von Franz Josef Wetz, Professor für Philosophie an der Pädagogischen Hochschule in Schwäbisch Gmünd sowie Mitglied im Direktorium des Hans-Albert-Instituts und im Beirat der Giordano-Bruno-Stiftung.
Zur Monatsmitte erscheinen Interviews mit Kortizes-Referenten im Wechsel mit dem Format »Augenhöhe« von und mit Brigitte Winkelmann mit Gesprächspartnern aus unterschiedlichen Fachgebieten.
Sie finden den Kortizes-Podcast auch bei wissenschaftspodcasts.de.
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Podcast-Folgen
Freigeist (85) • Was ist Humanistische Militärseelsorge? • Hör-Kolumne von Helmut Fink
Sollte der Staat neben den Angeboten der Religionsgemeinschaften auch eine humanistische Seelsorge für konfessionsfreie Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr etablieren? Unter den verschiedenen säkular-humanistischen Akteuren ist das Vorhaben umstritten: Während einige ein gleichwertiges, staatlich mitfinanziertes Angebot für Nichtreligiöse fordern, lehnen es andere als unzulässige Verflechtung von Staat und Weltanschauung ab. Diese Debatte betrachtet Helmut Fink in der aktuellen Folge seiner Hör-Kolumne »Freigeist« ebenso wie den sogenannten lebenskundlichen Unterricht für Bundeswehrsoldaten. Dieser Ethikunterricht für Soldaten wird zwar als weltanschaulich neutral definiert, in der Praxis jedoch fast ausschließlich von religiösen Militärgeistlichen erteilt – ein Widerspruch zum säkularen Staat.
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Podcast-Gespräch • Andreas Bartels • Naturphilosophie und Wissenschaftstheorie
Prof. Dr. Andreas Bartels ist Natur- und Wissenschaftsphilosoph an der Universität Bonn. Ursprünglich in Mathematik und Physik ausgebildet, hat ihn sein Grundlageninteresse zur Philosophie geführt. Heute zählt er zu den renommiertesten Denkern auf dem Gebiet der modernen Naturphilosophie. Im Podcast-Gespräch mit Helmut Fink geht es um große Fragen: Was ist Zeit? Was unterscheidet wissenschaftliches Wissen vom Alltagswissen und wie verlässlich sind unsere wissenschaftlichen Theorien? Bartels nimmt uns mit auf eine erkenntnistheoretische Reise durch die Physik und erklärt, warum Theorien für ihn das Herzstück jeder echten Wissenschaft sind. Ein Gespräch über Begriffe, Begrenzungen und warum auch Zweifel gute Gründe brauchen.
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Aufgeklärt Staunen mit Frajo (16) • Die Last der Sorge – ein Privileg • Franz Josef Wetz
Die Sorge begleitet den Menschen durch das gesamte Leben. Wir alle sind angewiesen auf fremde Hilfe, ob es um die Sicherung der eigenen Existenz geht oder um die Bürde, das Dasein gut und stimmig zu gestalten. Beides kostet uns enorme Bemühungen, und die Gefahr des Scheiterns ist allgegenwärtig. Und doch ist die Sorge ein Privileg, sagt der Philosoph Franz Josef Wetz. Warum, das erklärt er in dieser Folge seines Podcasts. Was zunächst zynisch klingt, ergibt aus evolutionärer Sicht Sinn. Der Mensch ist nicht auf bestimmte Lebensbedingungen spezialisiert, sondern muss mit unterschiedlichsten Lebensbedingungen zurechtkommen – deshalb betrachten ihn manche Philosophen als Mängelwesen. Doch Wetz zeigt, wie sich der scheinbare Nachteil als besondere Stärke erweist. Um in der Welt zu bestehen, nutzt der Mensch geistige Werkzeuge: Gehirn, Verstand und Sprache. Sie sind es auch, die uns erlauben, die Welt wissenschaftlich zu erforschen, aus künstlerischer Sicht zu betrachten und reflektiert zu bestaunen.
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Podcast-Gespräch • Andreas Draguhn • Wie bewusst empfinden Tiere? Können Bäume leiden?
Prof. Dr. Andreas Draguhn ist Neurowissenschaftler und Leiter des Instituts für Physiologie und Pathophysiologie an der Universität Heidelberg. Er erforscht die elektrischen Signale und Synchronisationsmuster im Gehirn, die für Wahrnehmung, Gedächtnis und Bewusstsein entscheidend sind. Neben seiner experimentellen Forschung engagiert er sich in interdisziplinären Debatten über das Verständnis der Neurowissenschaften und deren gesellschaftliche Auswirkungen. Im Gespräch mit Helmut Fink geht es um fundamentale Fragen. Wie speichert das Gehirn Erinnerungen? Wie erkennt es Muster und was bedeutet neuronale Synchronisation für unser Denken? Weitere Themen sind die Grenzen der Hirnforschung, das Verständnis von Intelligenz und die ethischen Konsequenzen der Neurowissenschaften bis hin zur Frage, ob und welche Tiere Schmerz und Bewusstsein empfinden. Ein faszinierender Einblick in die Welt der Hirnforschung.
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