Wissenschaft, Philosophie und Humanismus
Zweimal im Monat erscheint eine neue Folge des Kortizes-Podcasts, gestaltet von Jürgen Hübner.
Zu Monatsbeginn erscheinen im monatlichen Wechsel zwei Audioformate mit säkular-humanistischem und philosophischem Schwerpunkt: die Rubrik »Freigeist« von und mit Helmut Fink, Direktor der Akademie für säkularen Humanismus und Kortizes-Referent für Wissenschaft und Philosophie, und seit Anfang 2024 das Format »Aufgeklärt Staunen mit Frajo«, gestaltet von Franz Josef Wetz, Professor für Philosophie an der Pädagogischen Hochschule in Schwäbisch Gmünd sowie Mitglied im Direktorium des Hans-Albert-Instituts und im Beirat der Giordano-Bruno-Stiftung.
Zur Monatsmitte erscheinen Interviews mit Kortizes-Referenten im Wechsel mit dem Format »Augenhöhe« von und mit Brigitte Winkelmann mit Gesprächspartnern aus unterschiedlichen Fachgebieten.
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Podcast-Folgen
Aufgeklärt Staunen mit Frajo (16) • Die Last der Sorge – ein Privileg • Franz Josef Wetz
Die Sorge begleitet den Menschen durch das gesamte Leben. Wir alle sind angewiesen auf fremde Hilfe, ob es um die Sicherung der eigenen Existenz geht oder um die Bürde, das Dasein gut und stimmig zu gestalten. Beides kostet uns enorme Bemühungen, und die Gefahr des Scheiterns ist allgegenwärtig. Und doch ist die Sorge ein Privileg, sagt der Philosoph Franz Josef Wetz. Warum, das erklärt er in dieser Folge seines Podcasts. Was zunächst zynisch klingt, ergibt aus evolutionärer Sicht Sinn. Der Mensch ist nicht auf bestimmte Lebensbedingungen spezialisiert, sondern muss mit unterschiedlichsten Lebensbedingungen zurechtkommen – deshalb betrachten ihn manche Philosophen als Mängelwesen. Doch Wetz zeigt, wie sich der scheinbare Nachteil als besondere Stärke erweist. Um in der Welt zu bestehen, nutzt der Mensch geistige Werkzeuge: Gehirn, Verstand und Sprache. Sie sind es auch, die uns erlauben, die Welt wissenschaftlich zu erforschen, aus künstlerischer Sicht zu betrachten und reflektiert zu bestaunen.
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Podcast-Gespräch • Andreas Draguhn • Wie bewusst empfinden Tiere? Können Bäume leiden?
Prof. Dr. Andreas Draguhn ist Neurowissenschaftler und Leiter des Instituts für Physiologie und Pathophysiologie an der Universität Heidelberg. Er erforscht die elektrischen Signale und Synchronisationsmuster im Gehirn, die für Wahrnehmung, Gedächtnis und Bewusstsein entscheidend sind. Neben seiner experimentellen Forschung engagiert er sich in interdisziplinären Debatten über das Verständnis der Neurowissenschaften und deren gesellschaftliche Auswirkungen. Im Gespräch mit Helmut Fink geht es um fundamentale Fragen. Wie speichert das Gehirn Erinnerungen? Wie erkennt es Muster und was bedeutet neuronale Synchronisation für unser Denken? Weitere Themen sind die Grenzen der Hirnforschung, das Verständnis von Intelligenz und die ethischen Konsequenzen der Neurowissenschaften bis hin zur Frage, ob und welche Tiere Schmerz und Bewusstsein empfinden. Ein faszinierender Einblick in die Welt der Hirnforschung.
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Freigeist (84) • Schleiermacher und wir • Hör-Kolumne von Helmut Fink
»Über die Religion: Reden an die Gebildeten unter ihren Verächtern« – so heißt das Werk des Theologen und Philosophen Friedrich Schleiermacher (1768–1834), in dem er ein romantisches und zugleich erstaunlich modernes Religionsverständnis skizziert. Geprägt von Toleranz und Pluralismus, stellt er eine »reine Religion« in den Mittelpunkt, die die Welt durch Emotion und eigene Anschauung erfahrbar macht. In der neuen Folge seiner Hör-Kolumne »Freigeist« ordnet Helmut Fink dieses Konzept aus Sicht des säkularen Humanismus kritisch ein. Sein Fazit: Während Schleiermachers Hang zu Pantheismus und Subjektivität Raum für Spekulation und Esoterik lässt, setzt der säkulare Humanismus auf wissenschaftlich erforschbare Erkenntnisse und rationale Kontrolle.
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Podcast-Gespräch • Martin Puchner • Augenhöhe (22): Kultur und ihre »Aneignung« – eine neue Geschichte der Welt
Kultur lebt vom stetigen Austausch zwischen den Gesellschaften, sagt Martin Puchner. Er ist Professor für Englische und Vergleichende Literaturwissenschaft in Harvard und mehrfach preisgekrönter Buchautor. In seinem aktuellen Buch »Kultur – eine neue Geschichte der Welt« erklärt er anhand von detaillieren Beispielen, wie sich Kultur entwickelt, wandelt und vom Austausch profitiert. Brigitte Winkelmann vom Kortizes-Team sprach mit Puchner über Steinzeitmalerei, K-Pop und respektvolles Miteinander.
Links:
• Martin Puchners Homepage
• Martin Puchners Substack
• Das aktuelle Buch von Martin Puchner: »Kultur – eine neue Geschichte der Welt«, Klett-Cotta 2025.
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