Dr. Jutta Hübner ist Professorin für integrative Onkologie an der Universität Jena sowie Fachärztin für innere Medizin, Hämatologie und Onkologie. Als Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Prävention und integrative Onkologie der deutschen Krebsgesellschaft setzt sich seit Jahren dafür ein, zwischen wirksamer Unterstützung von Krebspatienten und gefährlicher Scharlatanerie zu unterscheiden. Im Gespräch mit Bettina Eder vom Kortizes-Team geht es um die Frage, wo die wissenschaftlich fundierte Komplementärmedizin eine Krebstherapie sinnvoll ergänzen kann, etwa durch Ernährung, Bewegung und psychologische Begleitung. Ebenso kommen die Risiken von wirkungslosen Alternativmethoden zur Sprache, etwa wenn Patienten zu lange auf solche Mittel vertrauen oder wenn sich gefährliche Wechselwirkungen einstellen. Dabei wird auch klar: Placeboeffekte, Zuwendung und Kommunikation haben ihren Platz, aber nicht auf Kosten von Ehrlichkeit und Wissenschaftlichkeit.
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