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Interviews
Podcast-Gespräch • Christine Söffing • Synästhesie – Von vermischten Sinnen
Christine Söffing hört Klänge nicht nur, sondern sieht und spürt sie auch. Brynja Adam-Radmanic hat sich mit ihr über dieses Sinnesphänomen, die sogenannte Synästhesie, unterhalten. Im Gespräch erklärt Söffing ihre Form der Synästhesie und welche anderen Typen es noch gibt. Sie berichtet über die Aufklärungsarbeit der Verbände, in denen sie aktiv ist, sowie über praktischen Nutzen und künstlerische Aspekte der synästhetischen Wahrnehmung.
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Podcast-Gespräch • Dr. Natalie Grams • Globuli zwischen Wunsch und Wirklichkeit
Helmut Fink im Gespräch mit Dr. Natalie Grams: Die Ärztin hatte selbst eine Homöopathie-Praxis, doch empfindet sie heute das Versprechen dieser Medizinrichtung, spezifisch arzneilich zu wirken, als unethisch. Angesichts der Tatsache, dass Homöopathie nicht zeigen kann, dass sie über die Placebowirkung hinaus wirksam ist, gab Grams nicht nur ihre eigene Praxis auf, sondern kämpft inzwischen auch dafür, dass diese Richtung nicht mehr über das Solidarsystem der Krankenkassen finanziert wird. Im Gespräch erklärt Grams die Therapie-Prinzipien des Begründers Samuel Hahnemann und erläutert, wieso von seinen Methoden im Lichte moderner Wissenschaft nichts übrig bleibt. Es gelte stattdessen, die guten Seiten, die die Homöopathie auf der menschlich-emotionalen Ebene hat, in den normalen Medizinbetrieb zu integrieren, findet Grams. Denn Gespräche über individuelle Lebensumstände und psychosomatische Aspekte von Krankheiten kämen dort bisher zu kurz.
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Podcast-Gespräch • Prof. Dr. Ernst-Peter Fischer • Verzauberung oder Entzauberung?
Helmut Fink spricht mit Prof. Dr. Ernst Peter Fischer über seinen Weg von der Physik über die Molekularbiologie zur Wissenschaftsvermittlung. Der bekannte Sachbuchautor erzählt davon, wie Einsteins Biografie sein Leben beeinflusste, von der ebenso Publikations- wie Party-reichen Doktorandenzeit bei Nobelpreisträger Max Delbrück und wie es kam, dass er es war, der Delbrücks Biografie schrieb. Leidenschaftlich wirbt der Autor von »Die andere Bildung« dafür, die Erkenntnisse der Naturwissenschaften nicht nur mit dem Verstand, sondern auch mit dem Herzen zu erzählen. Dabei findet er es wichtig, mehr »auf den Putz zu hauen« als bisher üblich, weil nur so die kulturelle Bedeutung von Forscherpersönlichkeiten und ihren Erkenntnissen zu vermitteln sei.
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Podcast-Gespräch • Lydia Benecke • Psychopathinnen
Brynja Adam-Radmanic sprach mit Lydia Benecke über Geschlechtsunterschiede bei der Psychopathie und über Beneckes Buch »Psychopathinnen«. Dass es mehr männliche Psychopathen gibt als weibliche, gilt nicht mehr als so sicher wie früher. Denn Psychopathie äußert sich bei Frauen anders als bei Männern. Wie Benecke erklärt, unterscheiden sich weibliche Psychopathen in ihren Strategien, das zu bekommen, was sie wollen. Weil Psychopathinnen eher manipulativ und emotional grausam sind als gewalttätig, landen sie seltener im Gefängnis als ihre männlichen Gegenparts. Aktuell wird seitens der Forschung versucht, Definitionen und Psychopathie-Diagnostik diesen Erkenntnissen anzupassen, wie Benecke erläutert. Weiter wird aktuell erforscht, welche unterschiedlichen Persönlichkeitsstörungen in die jeweilige Psychopathie einfließen, und ob es überhaupt sinnvoll ist, Psychopath(inn)en zu therapieren.
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