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Interviews

Podcast-Gespräch • Dr. Florian Freistetter • 50 Jahre Mondlandung – 50 Jahre Lüge?

15.11.2019|

Obwohl sich die »Argumente« der Mondlandungsleugner leicht widerlegen lassen, erfreut sich ihre Mythenpflege ungebrochener Beliebtheit. Wie kommt das? Und wie gehen wir mit ihren Verschwörungstheorien am besten um? Darüber spricht Jürgen Hübner mit dem Astronomen und Autor Dr. Florian Freistetter. Ist es besser obskure Überzeugungen einfach zu ignorieren? Muss dem etwas entgegengesetzt werden? Und lohnt sich eine solche Aufklärungsarbeit? Freistetter erklärt zudem kenntnisreich, was der Wissenschaft fehlen würde, wenn die Mondlandung tatsächlich nicht stattgefunden hätte und warum er sich noch viel mehr Forschung auf dem Mond wünschen würde – am besten auf einer festen Mondbasis.

Podcast-Gespräch • Prof. Dr. Gerhard Ernst • Was ist wissenschaftliche Erkenntnis? Eine kritische Stellungnahme

15.10.2019|

Um Metafragen der Erkenntnis und Moral geht es im Gespräch von Helmut Fink mit dem Erlanger Philosophen Prof. Dr. Gerhard Ernst. Wie auch in seinen philosophischen Büchern »Das Problem des Wissens« und »Die Objektivität der Moral« vertritt Ernst dabei den Standpunkt, es gebe keine allgemein gültige Logik der Forschung und die Ethik sei ebenso objektiv wie die Wissenschaft. Zwar gebe es einen Unterschied zwischen den Untersuchungsgegenständen von beispielsweise Biologie und Physik auf der einen und der Ethik auf der anderen Seite. Die Art des Erkenntnisgewinns unterscheidet sich laut Ernst aber weniger als allgemein angenommen. Sowohl in der Wissenschaft wie in der Ethik sei Erkenntnisfortschritt das Ergebnis fortlaufender Abwägung zwischen Theorie und Experiment bzw. Einzelfallintuitionen. Das Gespräch bietet somit authentische Einblicke in wissenschaftstheoretische Fragen der Gegenwart.

Podcast-Gespräch • André Sebastiani • Anthroposophie – Eine kurze Kritik

18.09.2019|

Jürgen Hübner spricht mit dem Bremer Lehrer und Skeptiker André Sebastiani über die Erkenntnisse seines Buches »Anthroposophie – eine kurze Kritik«, das im Januar 2019 bei Alibri erschienen ist. Sebastiani klärt darin über die düsteren Seiten der esoterischen Lehren des Gründers Rudolf Steiner auf und erklärt ihre Auswirkungen in den praktischen Anwendungsfelder der Waldorfschulen, Landwirtschaft und Medizin. So geht es etwa um die pädagogischen Schubladen, die sich aus Charakter- und Siebenjahreslehre ergeben, um die Ursachen der Impfgegnerschaft im anthroposophischen Karma- und Reinkarnationsglauben sowie um Steiners rassistische Schicksalsvorstellungen der Menschheitsentwicklung, die Waldorfschulen auch für Reichsbürger und Rechtsradikale attraktiv macht.

Podcast-Gespräch • Dr. Kristina Hänel • Das Politische ist persönlich – Tagebuch einer »Abtreibungsärztin«

15.07.2019|

Welche Folgen hat die gesetzliche Einschränkung des Informationsrechtes für ungewollt Schwangere? Warum bringt auch die Neufassung des Paragraphen 219a keine Verbesserung der Selbstbestimmung der Frauen? Die auf der Grundlage des »Werbeverbotes« für Abtreibungen angeklagte Ärztin Kristina Hänel erläutert im Gespräch mit Brynja Adam-Radmanic, welche Gefahr für Frauengesundheit und -leben von den selbsternannten christlichen »Lebensschützern« weltweit ausgeht. Obwohl es in Deutschland die Möglichkeit zur Abtreibung gebe, erklärt Hänel, sorge die von Fundamentalisten geförderte Tabuisierung auch hierzulande dafür, dass die Versorgung schlechter ist als sie sein könnte. Frauen in einer Notsituation verlören aufgrund des mangelhaften Informationsflusses wertvolle Zeit, gerieten auf der Suche nach einem Beratungsschein in die Fänge manipulativer, christlicher Vereine und würden bei Abbrüchen mit veralteter Technik einem höheren Risiko für Gesundheitsschäden und Unfruchtbarkeit ausgesetzt als das beim medizinischen Goldstandard der Fall wäre.