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»Freigeist«

Freigeist (13) • Historische Staatsleistungen ablösen • Hör-Kolumne von Helmut Fink

31.03.2019|

Diese Folge des »Freigeist« dreht sich um das 100-jährige Jubiläum der Weimarer Reichsverfassung und ein damit verbundenes Ärgernis: den bisher nicht umgesetzten Verfassungsauftrag zur Ablösung der direkten historischen Staatsleistungen. Helmut Fink erklärt den Hintergrund dieser jährlichen Zahlungen der Länder an die Kirchen von über einer halben Milliarde Euro und stellt das breite säkulare Bündnis BAStA vor, das die Umsetzung des seit 1919 bestehenden und im Grundgesetz bis heute fortgeltenden Ablösungsgebots fordert. Fink liefert Zahlen, ordnet Positionen ein und erklärt, warum es vermehrt auch kirchennahe Stimmen gibt, die sich für ein Ende dieser Zahlungen einsetzen.

Freigeist (12) • Hirn im Glück • Helmut Fink im Gespräch mit Rainer Rosenzweig

01.03.2019|

Was ist die Motivation hinter den Veranstaltungen von Kortizes in Nürnberg? Und was erwartet das Publikum konkret beim diesjährigen Symposium »Hirn im Glück« am Wochenende 12.–14. April 2019? Darüber sprechen die Kortizes-Kollegen Helmut Fink und Dr. Rainer Rosenzweig in dieser Folge. Institutsleiter Rosenzweig gibt dabei Einblicke in die Wurzeln seines Interesses an Wissenschaftsvermittlung und in die Gründe, warum ihm Veranstaltungen so wichtig sind, in denen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihre Erkenntnisse einem breiten Publikum vermitteln. Essentiell sind Bezüge zu skeptischem Denken und säkularem Humanismus.

Freigeist (11) • Freier Wille, Seele, Moral: Harmlose Begriffe? • Hör-Kolumne von Helmut Fink

01.02.2019|

Wie gehen wir in einer säkularen Gesellschaft mit Begriffen um, die einen religiösen Hintergrund haben? Wann ist eine Transformation der Begriffe möglich und sinnvoll? Und wann ist es besser, sie ganz zu vermeiden und durch andere zu ersetzen? Helmut Fink zeigt an Beispielen wie der Willensfreiheit, dass wir für diese Entscheidung einen Blick auf die Konzepte hinter den Begriffen werfen müssen. So kann etwa der Wille nie frei von materiellen Bedingungen sein,
sehr wohl aber von Zwang und Zufall. Auch für »Gut und Böse«, »Seele« und »Moral« sei zu prüfen, ob es einen Begriffsinhalt gibt, der kompatibel mit einem aufgeklärten, rationalen Weltbild ist. Fink warnt am Ende aber vor einer Überdehnung des Versuchs, lieb gewonnene Begriffe zu erhalten.

Freigeist (10) • Von der Diakonie zum Humanismus • Hör-Kolumne von Helmut Fink • zu Gast: Hansjörg Albrecht

01.01.2019|

Helmut Fink spricht mit dem Sozialpädagogen und Kortizes-Kollegen Hansjörg Albrecht über das kirchliche Arbeitsrecht und die Dominanz von kirchlichen Trägern bei den Sozialdienstleistungen. Albrecht weiß aus eigenem Erleben, welche Einschränkungen es für Menschen mit sich bringt, dass christliche Träger von ihren Mitarbeitern eine Kirchenmitgliedschaft verlangen können. In seinem Arbeitsfeld der Jugendhilfe ist es schwierig mit keiner oder der falschen Konfession eine Arbeitsstelle zu finden. 21 Jahre war er bei der Diakonie tätig und konnte – obwohl nicht gläubig – nicht aus der Kirche austreten ohne seinen Arbeitsplatz zu gefährden. Er erklärt, was es mit der sogenannten Loyalitätserklärung auf sich hat, die Nicht-Gläubige unterschreiben können, um einen Job bei einem christlichen Träger zu bekommen, und warum sie für ihn nicht galt. Auch geht es um die Initiative GerDiA, die gegen religiöse Diskriminierung am Arbeitsplatz kämpft, und inwiefern die Rechtssprechung des EuGH Hoffnungen auf zukünftige Verbesserungen macht. Diskutiert wird davon ausgehend auch die Frage: Wie sollten Sozialdienstleistungen in Zukunft organisiert sein, um kirchliche Machtmonopole zu vermeiden? Weltanschaulich neutral? Oder von Trägern in weltanschaulicher Vielfalt?