Für uns Menschen kommt irgendwann eine Zeit, in der wir niemals existiert haben werden – das klingt absurd und verstörend. Wie soll denn ein gelebtes Leben widerrufen oder annulliert werden? Und doch ist es so, wie der Philosoph Franz Josef Wetz in dieser Folge seines Podcasts zeigt.
In der Wirklichkeit existieren nur Fakten, Dinge und Gegebenheiten – aber kein „Nicht“. Das „Nicht“ ist lediglich ein Werkzeug unseres Denkens, mit dem wir die Realität ordnen. Damit kippt auch die Illusion, wir würden mit dem Tod vom Sein ins Nicht-Sein übergehen.
Wenn eines Tages all unsere materiellen Spuren verschwunden sind und sich niemand mehr an uns erinnert, wird es nicht einmal mehr wahr sein, dass wir jemals gelebt haben – ein verstörendes Fazit. Und doch birgt es zwei tröstliche Erkenntnisse: Unser jetziges Dasein ist einzigartig. Und: Wenn wir nicht mehr sind, macht es keinen Unterschied mehr, dass wir nicht mehr sind.